Lightroom Quick Tip Nr. 2 - Schnell den Schwarz- und Weißpunkt setzen

In dieser Anleitung zeige ich euch 2 Methoden, um einen guten Schwarz- und Weißpunkt in Lightroom zu setzen.


Warum sollte man den Schwarz- und Weißpunkt setzen?

Setzt man den Schwarz- und Weißpunkt korrekt, stellt man sicher, dass weder die Lichter ausgebrannt sind, noch die dunklen Bereiche komplett schwarz werden. Somit sind in jedem Teil des Bildes Informationen vorhanden, welche man bei genauem betrachten des Bildes dann auch erkennen kann.

Setzt ihr den Schwarz- und Weißpunkt, holt ihr die beste dynamische Reichweite aus dem Bild heraus. Zudem wird ein guter Kontrast zwischen Hell und dunkel hervorgerufen, der, meiner Meinung nach, nur noch selten erfordert, den Kontrastregler zu bewegen.

Bei welchem Dateiformat macht das Sinn?

Jpg-Dateien aus der Kamera sind bereits von dieser entwickelte RAW-Dateien. Somit wird wertvoller Spielraum bei der Weiterverarbeitung verschenkt. Zwar steckt auch in diesem Dateiformat noch ein kleiner Spielraum, aber dieser ist deutlich geringer wie in RAW-Dateien (digitales Negativ).

Ist das Bild unter- oder überbelichtet wird das setzen des Schwarz- und Weißpunkts zwar nur selten zum Erfolg führen, fotografiert man aber in RAW, hat man meist gute Chancen auch hier noch einen passenden Schwarz- und Weißpunkt zu bekommen, was aber nicht immer der Fall ist.

1. Methode - Schnellster Weg

Kurzanleitung:

  • Öffnet das Bild eurer Wahl im Entwickeln Modul von Lightroom.
  • Im Reiter Grundeinstellungen findet ihr die Regler für Schwarz und Weiß.
  • Haltet die Shift-Taste auf der Tastatur gedrückt.
  • Doppelklickt auf den jeweiligen Schriftzug vor dem Regler.
  • Macht das jeweils bei Schwarz und bei Weiß.
  • Lightroom analysiert das Bild und setzt den jeweilig optimalsten Punkt.
  • Das war´s. ;-)



Ausführliche Anleitung:

Öffnet das Bild eurer Wahl im Entwickeln Modul von Lightroom.


Im Reiter Grundeinstellungen findet ihr die Regler für Schwarz und Weiß.




Haltet die Shift Taste auf eurer Tastatur gedrückt und klickt mit der linken Maustaste doppelt auf den Schriftzug "Weiß" vor dem Regler.


Lightroom analysiert jetzt das Bild und setzt den optimalen Weißpunkt.

Haltet die Shift Taste auf eurer Tastatur gedrückt und klickt mit der linken Maustaste doppelt auf den Schriftzug "Schwarz" vor dem Regler.


Lightroom analysiert jetzt das Bild und setzt den optimalen Schwarzpunkt.

Das war´s.
Nun sind euer Schwarz- und Weißpunkt optimal eingestellt.

2. Methode - Genauster Weg

Kurzanleitung

  • Öffnet das Bild eurer Wahl im Entwickeln Modul von Lightroom.
  • Im Reiter Grundeinstellungen findet ihr die Regler für Schwarz und Weiß.
  • Haltet die Alt-Taste auf der Tastatur gedrückt.
  • Wenn ihr nun den jeweiligen Regler bewegt, verändert sich der Hintergrund.
  • Beim Weißregler wird er schwarz, beim Schwarzregler dementsprechend weiß
  • Bewegt nun den Regler in die Richtung, bis das Bild vollständig die entgegengesetzte Farbe aufweist. ( z.B. den Regler von Schwarz ganz nach rechts, damit es vollständig weiß anzeigt )
  • Nun bewegt den Regler in die entgegengesetzte Richtung, bis die ersten schwarzen(!) Punkte erscheinen.
  • Das war´s .
  • Nun könnt ihr mit dem nächsten Regler fortfahren.
Andere Farben, welche erscheinenz.B. gelb oder rot, zeigen euch nur an, dass ihr euch dem entsprechenden Punkt annähert.



Ausführliche Anleitung
- Öffnet das Bild eurer Wahl im Entwickeln Modul von Lightroom.


Im Reiter Grundeinstellungen findet ihr die Regler für Schwarz und Weiß.




Haltet die Alt-Taste auf der Tastatur gedrückt. Wenn ihr nun mit der linken Maustaste auf den Regler klickt, verändert sich der Hintergrund.


In der Regel wird er ganz schwarz.


Wenn ihr nun den Regler nach rechts bewegt, erscheinen weiße Stellen auf dem schwarzen Hintergrund.
Was weiß angezeigt wird, ist dann auch zu 100% komplett weiß.
Das heißt dann auch, dass an dieser Stelle keine Informationen mehr vorhanden sind, was wir definitiv nicht wollen.


Also müssen wir nun den Regler wieder ein wenig zurück ziehen, bis grade die ersten weißen(!) Punkte auf dem schwarzen Hintergrund erscheinen.
Dadurch ist der ausgebrannte, weiße Bereich dann so gering, dass es eigentlich gar nicht mehr feststellbar ist.


Somit habt ihr den Weißpunkt optimal gesetzt.
Das gleiche Prozedre wiederholt ihr nun mit dem Schwarzpunkt.
Nur dass dabei der Hintergrund nicht schwarz, sondern weiß wird und ihr den Regler wohl eher nach links ziehen müsst.
Die Wiederholung dieser Schritte spare ich mir an dieser Stelle.
Das solltet ihr jetzt so hinbekommen.

Letztendlich liegt es an euch, wie weit ihr den Schwarz- und Weißpunkt bei Methode 2 zieht Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass es sich manchmal lohnt, den Schwarzregler etwas weiter zu ziehen und ruhig ein paar kleine Bereiche ganz schwarz werden zu lassen.

Die 2. Methode ist in meinen Augen die genauere. Das werdet ihr auch feststellen, wenn ihr mal die 1. Methode anwendet und dann mit der 2. Methode kontrolliert.
In der Regel werdet ihr aber, auf dem Bild selbst, keinen großen Unterschied feststellen und somit sind beide Methoden einfach super geeignet die richtigen Punkte zu setzen.

Ich persönlich bevorzuge mittlerweile die 1. Methode. Was die Dauer der beiden Methoden angeht, so sind beide Methoden eigentlich innerhalb 10-15 Sekunden zu erledigen.



Sollte ich hier in meiner Ausführung einen Fehler gemacht haben, so könnt ihr mich gerne über die Kommentarfunktion darauf aufmerksam machen. ;-)

Ich hoffe mein Tipp konnte euch ein wenig helfen.
LG, Marc


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